Unausgegoren und ungehobelt
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- Veröffentlicht: Donnerstag, 20. September 2012 11:24
Immer wieder haben die Autoren des SVP-Gesetzentwurfes zur Bürgerbeteiligung, Arnold Schuler und Elmar Pichler Rolle, ihr Zwei-Stufen-Modell mit dem Verweis auf "Mehr Demokratie", unserer Schwesterorganisation in Deutschland, verteidigt, die dieses Modell auch ihrem Entwurf zu Grunde gelegt hat. Hier nun eine Klärung durch den Bundessprecher von "Mehr Demokratie", Ralf-Uwe Beck, zu diesem Punkt und seine Bewertung des SVP-Gesetzentwurfes:
Sprecher von Mehr Demokratie in Deutschland kritisiert SVP-Gesetzentwurf zur direkten Demokratie: „SVP serviert bayerische Weißwürste beim Törggelen“
„Unausgegoren und ungehobelt“, so kommentiert der Vorstandssprecher von Mehr Demokratie in Deutschland, Ralf-Uwe Beck, den von der SVP vorgelegten Gesetzentwurf zur direkten Demokratie in Südtirol. Beck hat sich bei einem dreitägigen Besuch der Südtiroler Initiative für mehr Demokratie über die Situation nach der Volksabstimmung 2009 informiert, an deren Informationskampagne er aktiv teilgenommen hatte.

Power to the people:
Aus Furcht, beim angekündigten bestätigenden Referendum zu ihrem „Gesetz zur Bürgerbeteiligung“ zu scheitern, unterbricht die SVP-Fraktion die Behandlung des Gesetzes im Landtag. Urplötzlich gibt sie sich jetzt kompromissbereit und will mit der Opposition reden. Sie muss endlich zur Kenntnis nehmen, dass sie sich mit ihrem Entwurf fernab jeder Möglichkeit zu einem Konsens gestellt hat. Entweder sie läßt ihn endlich fallen oder sie stellt sich im Referendum dem Volk.
Plötzlich will weder die SVP-Führung selbst, noch soll das Volk die Möglichkeit zu einem Referendum über das SVP-Gesetz zur Bürgerbeteiligung haben und wird die Hürde von 27.000 Unterschriften als geeignet angesehen, eine Volksabstimmung zu verhindern.
Zum Beispiel bei der Entscheidung der Landesregierung, den Flugplatz weiter auszubauen?
