das gemeinsame Haus brennt April2022 mT2

MACHT DIREKTE DEMOKRATIE ENDLICH ANWENDBAR!

Den Demokratieabbau haben wir BürgerInnen verhindert -
der Weg zu mehr und besserer Demokratie geht weiter!

MIT ZWEI VOLKSBEGEHREN

Das Referendum ist gerettet, aber: Volksabstimmungen werden mit den geltenden Regeln verhindert und Volksabstimmungen über bessere Regeln der Demokratie werden nicht zugelassen. Nicht einmal unverbindlich beratende.

Also greifen wir auf das Instrument des Volksbegehrens zurück, auf das Recht, dem Landtag Gesetzesvorschläge zur verpflichtenden Behandlung vorzulegen. Wir fordern damit Regeln, mit denen Direkte Demokratie endlich anwendbar wird. Erhalten die zwei Volksbegehren bis Ende September die nötige Unterstützung der BürgerInnen, dann werden die Parteien noch vor den Wahlen im Oktober 2023 darüber zu entscheiden haben. Werden sie angenommen, dann wird die Autonomie der BürgerInnen endlich konkret praktizierbar. Wenn nicht, werden die WählerInnen bei den Landtagswahlen 2023 entscheiden, wem sie die Aufgabe anvertrauen, das in der nächsten Legislatur umzusetzen.

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WAS ES BRAUCHT

Nicht nur die Behebung der technischen, sondern auch der inhaltlichen Mängel des Landesgesetzes

Es wird jetzt davon gesprochen, dass es eine Gesetzesänderung braucht, damit Direkte Demokratie anwendbar wird. Ja, es braucht eine Gesetzesänderung, aber wir meinen damit etwas Anderes als die Gegner der Direkten Demokratie (SVP).

Wir meinen damit vor allem eine Änderung jener Regeln und Bedingungen, mit und unter denen Direkte Demokratie entweder sehr schwierig oder überhaupt nicht anwendbar ist. Diese notwendigen Änderungen wollen wir jetzt mit zwei Volksbegehren in den Landtag bringen.

Die SVP hingegen meint damit nur die effektiv nötige Behebung der technischen Mängel des Gesetzes 22/2018. Sie wollte sie nutzen, um insgesamt Direkte Demokratie abzubauen (am offensichtlichsten mit der Abschaffung des Referendums). Wenn sie noch einmal mit einem eigenen Vorschlag Hand anlegt an das Gesetz, dann ist zu befürchten, dass sie darin wieder Einschränkungen und insgesamt Verschlechterungen einbaut. Ein Gesetzentwurf der Grünen, mit dem ausschließlich diese technischen Mängel behoben werden, liegt zur Behandlung im Landtag bereit. Das reicht aber nicht, um Direkte Demokratie anwendbar zu machen. Dazu bedarf es zumindest der Änderungen, die wir mit den Volksbegehren vorschlagen.

EINE GESCHICHTE DER VERHINDERUNG

wir können uns selber helfen

 Hier haben bei der SVP die Alarmglocken geläutet: Hilfe, die Bürger:innen werden autonom!

  • 2014 PASSIERT MALS.

Die BürgerInnen ergeben sich nicht ihrem Schicksal
und stimmen überwältigend (75% bei 70% Beteiligung) für Pestizidfrei

 

  •  2016 SCHEITERT DER LANDESHAUPTMANN MIT SEINER LANDTAGSMEHRHEIT
    IN EINER BERATENDEN VOLKSBEFRAGUNG ZUR SANIERUNG DES FLUGPLATZES BOZEN

    Die Abstimmenden lehnen das Sanierungskonzept der Landesregierung zu über 70% ab.

 

  • 2014 - 2016 WIRD PARTEIÜBERGREIFEND UND MIT BETEILIGUNG DER BÜRGER:INNEN
    EIN NEUES GESETZ ZUR DIREKTEN DEMOKRATIE UND PARTIZIPATION GESCHRIEBEN


    2018, die SVP möchte den Gesetzentwurf versanden lassen, sieht sich aber durch unser Volksbegehren,
    knapp vor den Wahlen, gezwungen, es zu beschliessen – natürlich mit Verschlechterungen.

> DARAUFHIN SCHLIESST DIE SVP DIE TORE <

BürgerInnen vor geschlossenem Tor

"DIE MACHT DES HANDELNS MUSS BEI DER PARTEI BLEIBEN!"

ehemaliger Fraktionssprecher der SVP, Hubert Frasnelli

November 2014 – werden die gemeindeeigenen Kommissionen zur Überprüfung der Zulässigkeit von Anträgen auf Gemeinde-Volksabstimmung auf Initiative von Lt.abg. Noggler durch eine einzige Landeskommission bestehend aus ausgelosten Richtern ersetzt.

Juni 2018 – wird im neuen Landesgesetz zur Direkten Demokratie und Partizipation die im partizipativen Prozess festgelegte und im Gesetzentwurf vorgesehene Unterschriftenhürde für die Erwirkung von Volksabstimmungen von 8.000 auf 13.000 angehoben. Weiters wird auch die im Gesetzentwurf vorgesehene Möglichkeit von Volksabstimmungen über Verwaltungsakte (Beschlüsse der Landesregierung) gestrichen.

September 2019 - der Antrag auf eine beschließenden Volksbefragung zum Bau einer Wasserleitung über der Fraktion Afing/Jenesien wird für unzulässig erklärt.

2019 - 2020 - fünf Vorschläge zu Fragen, mit denen sich kleine ausgeloste Bürgerräte befassen sollten, die im Landesgesetz 22/2018 vorgesehen sind, werden abgewiesen, weil das für deren Durchführung zuständige Büro nicht eingerichtet worden ist.

Oktober 2020 – zwei beschließende Volksinitiativen zu einer einfacheren Nutzung der direktdemokratischen Instrumente und zur Einführung des ausgelosten Großen Landesbürgerrates sowie die sofortige Durchführung eines Klimabürgerrates werden ohne gesetzliche Grundlage von der Kommission der Landesregierung für unzulässig erklärt.

Juni 2021 – die Mehrheit im Landtag beschließt (auf Initiative von Lt.abg. Noggler) die Abschaffung des Referendums und die Verschlechterung von wichtigen Regeln zur Direkten Demokratie und Partizipation.

August 2021 – ohne eine Gesetzesänderung wird nach 15 Jahren anderer Praxis plötzlich der Kreis der beglaubigungsberechtigten Beamten um das Lehr- und Sanitätspersonal verkleinert und damit die Unterschriftensammlung für direktdemokratische Initiativen erheblich erschwert.

Pandemie 2020 – 2022 – die Nutzung der direktdemokratischen Instrumente erscheint so gut wie unmöglich. Zur mehrfachen Forderung, die Online-Unterschriftensammlung einzuführen, bleibt eine Antwort aus.

November 2021 – der Antrag auf eine beschließenden Volksbefragung in Sexten zur Erweiterung des Skigebietes auf dem Helm wird für unzulässig erklärt.

April 2022 – zwei beratende Volksbefragungen zu einer einfacheren Nutzung der direktdemokratischen Instrumente und zur Forderung, dass BürgerInnen ihre Demokratie selbst gestalten können sollen, werden von der Kommission der Landesregierung für unzulässig erklärt.

ES REICHT!
WIR WOLLEN EINE

BuergerInnen Demokratie offenes Tor

In was für einer Demokratie leben wir? In einer BürgerInnen-Demokratie oder in einer Parteiendemokratie? Wer ist wirklich souverän? Wir BürgerInnen oder die, die uns regieren? Die Antwort dürfte klar sein. Aber was ist eine Demokratie der BürgerInnen? Eine Demokratie der gleichberechtigten Zusammenarbeit aller, ohne Unterschied zwischen BürgerInnen und politischen Vertretern. Wir sind alle Bürgerinnen und Bürger und sind als Gewählte nicht plötzlich besser oder wissender und stehen nicht über den BürgerInnen, sondern stellen uns in ihren Dienst! Einer solche Demokratie steht die herrschende Demokratie der Trennung entgegen: zwischen Zivilgesellschaft und politischer Vertretung, zwischen Parteien, die dazu tendieren das Gegeneinander ihrer "Parteilichkeit" in die Gesellschaft hineinzutragen, zwischen den politischen Vertretern selbst, die sich in einem ständigen Konkurrenzkampf befinden.

In einer Demokratie der BürgerInnen sind sie es, die das erste und das letzte Wort haben. Wenn sie wollen, dann entscheiden sie selbst über Vorschläge aus ihren Reihen (Volksinitiative). Und es darf ihre Vertretung nichts in Kraft setzen, worüber die BürgerInnen nicht die Möglichkeit gehabt haben, selbst zu entscheiden (Referendum).

Eine BürgerInnen-Demokratie verwirklicht vor allem das Grundprinzip der Demokratie – das der Gleichheit und Gleichberechtigung. Die BürgerInnen haben in ihr nicht weniger Rechte, als ihre politische Vertretung. Sie sind, wie diese, Gesetzgeber – mit dem Instrument der Volksinitiative. Dieses haben wir zwar auch in Südtirol erwirkt. Im Unterschied zur Gesetzgebung des Landtages wird die Gesetzgebung des Volkes aber einer Vorprüfung unterzogen - mit der sie bisher unterbunden worden ist. Es muss die Aufgabe der BürgerInnen sein selbst festzulegen, wie ihre Demokratie gestaltet ist.
Eine Demokratie der BürgerInnen verlangt mit den dazu geeigneten Regeln, die gleichberechtigte Zusammenarbeit aller. BürgerInnen verlangen, dass alle ihre Vertreter zusammen, über alle Verschiedenheiten und Grenzen hinweg, nach den besten Lösungen suchen und nicht im Streben nach Macht sich gegenseitig ausschließen (Mehrheit – Minderheit) und bekämpfen.
BürgerInnen verlangen die Zusammenarbeit mit ihnen selbst. Dazu müssen gut anwendbare und wirksame Instrumente der Direkten Demokratie zur Verfügung stehen, mindestens so, wie wir sie aus der Schweiz kennen
und von denen die Nationalratspräsidentin (2020-22), die „höchste Schweizerin“ sagen kann: „Seitdem jede Minderheit von Referendum und Volksinitiative Gebrauch machen kann, versuchen Exekutive und Legislative einen möglichst breiten Konsens über eine Gesetzesvorlage zu erlangen, bevor sie einen Entscheid fällen. So können möglichst viele Aspekte und Bedürfnisse aus der Zivilgesellschaft berücksichtigt werden. Stimmbürger evaluieren auf diese Weise die Arbeit von Regierung und Parlament.“
Dazu muss es auch eine Vielfalt an partizipativen Verfahren geben, mit denen BürgerInnen zusammen nach Antworten auf zu lösende Probleme und Verbesserungen suchen. Allen voran bieten sich dazu die ausgelosten Bürgerräte an, die, wie sich weltweit zeigt, immer dort, wo die parlamentarische Versammlung versagt oder sich überfordert fühlt, imstande sind, gerade dank ihrer so unterschiedlichen Zusammensetzung und dem Bemühen um Konsens, überzeugende Vorschläge und wirksame Lösungen auszuarbeiten.

Jetzt Direkte Demokratie mit zwei Volksbegehren
endlich gut anwendbar machen!

Das Instrument des Volksbegehrens
LG 22/2018, Art. 13 ff

Das Volksbegehren ist zwar unser schwächstes direktdemokratische Instrument, dieses kann uns aber nicht vorenthalten werden, weil nicht die mittlerweile schon berüchtigte Kommission der Landesregierung darüber wacht, sondern der Landtag. Mit ihm haben wir aber immerhin die Gesetze zur Direkten Demokratie von 2005 und 2018 errungen. Allerdings so, dass das Gesetz nicht wirklich anwendbar war und ist. 2005 vor allem wegen des 40% Quorums, 2018, so haben wir inzwischen feststellen müssen, vor allem wegen der Kommission der Landesregierung, die über die Zulässigkeit der Anträge entscheidet.

Mit 8.000 in 4 Monaten zu sammelnden beglaubigten Unterschriften kann ein Gesetzentwurf im Landtag eingebracht werden. Dieser muss innerhalb 6 Monaten im Gesetzgebungsausschuss und innerhalb weiteren 6 Monaten im Plenum des Landtages abschließend behandelt werden. Die Abgeordneten müssen sich mit einem auf diese Weise vom Volk eingebrachten Gesetzesvorschlag auseinandersetzen und  müssen zuletzt „Farbe bekennen“. Das ist unmittelbar vor Landtagswahlen besonders heikel und aussagekräftig. 2018 war das ausschlaggebend für die Verabschiedung des geltenden Gesetzes zur Direkten Demokratie. Jetzt bietet sich für die zwei Volksbegehren wieder diese Situation.

 

 VOLKSBEGEHREN I

WIR BÜRGERINNEN WOLLEN UNSERE DEMOKRATIE SELBST GESTALTEN!

Wir verlangen eine Änderung des Gesetzes 22/2018 und sammeln Unterschriften zur Unterstützung des Antrages an den Landtag.
Es muss

  1. im Gesetz festgeschrieben werden, dass einführende und abschaffende Volksabstimmungen über Gesetzesvorschläge, mit denen die Demokratie gestaltet wird (Materie gemäß Art. 47 Autonomiestatut) möglich sind

  2. eine andere Zusammensetzung der Kommission für die Abwicklung von Volksabstimmungen vorgesehen werden.

Vier Mal in Aosta und in Südtirol haben solche Kommissionen vergleichbare Anträge für zulässig erklärt. Nirgendwo ist der Ausschluss dieser Materie festgelegt. Trotzdem haben bei uns zwei, teilweise mit gleichen Mitgliedern besetzte Kommissionen beschlossen, dass über Gesetzesvorschläge, die die Regeln der Demokratie betreffen, nur der Landtag entscheiden darf. Über solche Gesetzesvorschläge haben wir schon 2009 abgestimmt. Also liegt es an der zufälligen Zusammensetzung der Kommission. Ihre Entscheidung hängt davon ab, ob die Kommissionsmitglieder Direkte Demokratie befürworten oder ablehnen. Sie ist also ist eine Frage des Glücks. Gegen die Entscheidung der Kommission kann zwar bei Gericht Rekurs eingelegt werden, man riskiert damit aber, zur Bezahlung der Verfahrenskosten der Gegenseite in fünfstelliger Höhe verurteilt zu werden. Zudem ist eine Befangenheit des Gerichts gegenüber dem Entscheid seines Mitglieds in der Kommission nicht auszuschließen. Bestünde die Kommission, wie vorgeschlagen, aus Juristen und Universitätsprofessoren, dann gäbe es weder die Gefahr der Befangenheit noch die Folgewirkung von nicht klar getrennten drei Gewalten.

Im Gesetz 22/2018 ist explizit festzuschreiben, dass Volksabstimmungen, die die Regeln der Demokratie in unserem Land betreffen, also vor allem die Regelung der Wahlen und der Abstimmungen (Materien, für die das Land mit Art. 47 des Autonomiestatutes ab 2001 die Zuständigkeit erhalten hat), zulässig sind. Ebenso ist eine andere Zusammensetzung der Kommission vorzusehen.

ANTRAG AUF VOLKSBEGEHREN (im Landtag eingebracht am 16. JUNI 2022)

Wir verfolgen damit weiter das, was im März dieses Jahres schon Gegenstand des Antrags auf VOLKSABSTIMMUNG ZU EINER BERATENDEN VOLKSBEFRAGUNG war, der von der Kommission der Landesregierung am 29.4.2022 für unzulässig erklärt worden ist. Mit dem Volksbegehren wird der Vorschlag nun nicht einer Volksabstimmung unterworfen, sondern muss vom Landtag behandelt werden und zwar abschließend innerhalb eines Jahres ab Feststellung der Gültigkeit (mit den erforderlichen Unterschriften) des Antrages. Wenn die unterstützenden Unterschriften innerhalb 30. September gesammelt werden, dann muss der Vorschlag noch vor den Landtagswahlen im Oktober 2023 abschließend behandelt werden.

Hier der BEGLEITBERICHT UND GESETZENTWURF

Änderung des Landesgesetzes vom 3. Dezember 2018, Nr. 22, 'Direkte Demokratie, Partizipation und politische Bildung', die explizit die Zulässigkeit von gesetzeseinführenden und abschaffenden Volksabstimmungen über die Regierungsformgesetze gemäß Art. 47 Autonomiestatut vorsieht und eine Neuzusammensetzung der Kommission für die Abwicklung von Volksabstimmungen."

 

 VOLKSBEGEHREN II

WIR WOLLEN EINE EINFACHERE NUTZUNG
DER DIREKTDEMOKRATISCHEN INSTRUMENTE !

  1. Einführung der Online-Unterschriftensammlung

  2. Absenkung und eine an die einzelnen direktdemokratischen Instrumente angepasste Staffelung der Unterschriftenhürde

  3. Erweiterung des Kreises der Beglaubigungsberechtigten und Möglichkeit, in allen Gemeinden die Unterschrift leisten zu können

  4. institutionelle Information über die Anwendung dieser Instrumente

 
 

Zu 1.) Eine Unterschrift für eine direktdemokratische Initiative zu leisten, ist für die BürgerInnen, die in 3 von 4 Fällen dazu auf die Gemeinde gehen, ein Aufwand, den man ihnen nicht zumuten muss. Vor allem nicht in den vielen Fälle, in denen BürgerInnen nicht in der eigenen Gemeinde arbeiten und deshalb es für sie schwierig ist, während der Arbeitszeit in der eigenen Gemeinde zu unterschreiben. Dieser Aufwand ist völlig unnötig seitdem Unterschriften auch digital gesammelt werden können. Die Online-Unterschriftensammlung ist in Italien seit 2021 legalisiert und wird auf nationaler Ebene schon praktiziert.

Das Gleiche gilt auch für den großen materiellen und Arbeitsaufwand, der mit der herkömmlichen Unterschriftensammlung auf Unterschriftenbögen, die in den Gemeinden aufliegen oder auf denen an Unterschriftentischen unterschrieben werden kann, sowohl für die Promotoren, als auch für die Gemeindeverwaltungen verbunden ist. Eine Häufung der Nutzung der direktdemokratischen Instrumente, die anstrebenswert ist, weil die BürgerInnen zur Bewältigung von Problemen wertvolle Beiträge leisten können, würde die zuständigen Ämter in den Gemeinden überlasten.

Das Ausmaß der Unterstützung eines Vorschlags durch die BürgerInnen darf nicht bestimmt sein vom Schwierigkeitsgrad der Durchführung einer Unterschriftensammlung, sondern muss Ausdruck der effektiven Zustimmung der BürgerInnen sein, die so einfach als möglich zu gestalten ist. Die Online-Unterschriftensammlung ist eine zusätzliche Möglichkeit der Unterstützung, die traditionellen Formen bleiben bestehen.

Übrigens: Die SVP hat in ihrem "Reform"Gesetzentwurf von 2013 die Online-Unterschriftensammlung schon vorgesehen gehabt. Leider in Verbindung mit Regeln, mit denen keine Volksabstimmungen mehr zustande gekommen wären und wir deshalb dagegen das Referendum ergreifen mussten.

zu 2.) Die Zahl der Unterschriften, die zur Nutzung der direktdemokratischen Instrumente vorzulegen sind, soll dem von der Verfassung vorgegebenen Rahmen entsprechen. Diese sieht im Autonomiestatut für das bestätigende Referendum ca. 8.400 Unterschriften vor. Diese Zahl war für die Erwirkung von Volksabstimmungen im Gesetzentwurf vorgesehen, der aus dem partizipativen Verfahren 2014-2016 hervorgegangen ist. Sie wurde im Plenum des Landtages vor der Beschlussfassung ohne jeden Bezug und Grund auf 13.000 erhöht. Wir verlangen also die Anpassung an die verfassungsrechtlichen Vorgaben. Zudem ist es naheliegend und sinnvoll, die Zahl der erforderlichen Unterschriften nach dem Grad der Verbindlichkeit und Wirksamkeit des Instrumentes zu staffeln. Entsprechend sind im Vorschlag 2.500 Unterschriften für das Volksbegehren als unverbindliches Antragsrecht, 5.000 für die unverbindliche beratende Volksbefragung und 8.000 für die verbindliche Volksinitiative vorgesehen.

zu 3.) Die UN-Menschenrechtskommission hat Italien in einem Urteilsspruch zu einer Klage von BürgerInnen verpflichtet, die nicht gerechtfertigten Behinderungen bei der Ausübung der direktdemokratischen Rechte zu beseitigen. Diese Verpflichtung gilt auch für Südtirol, das die einschränkenden Regeln zur Beglaubigung der Unterschriften übernommen und letzthin sogar verschärft hat, indem dem Lehrpersonal und den Beamten des Sanitätsdienstes von der Landesregierung dieses Recht abgesprochen worden ist. Wir fordern die Möglichkeit der Beauftragung jedes Bürgers/jeder Bürgerin, die vom Promotorenkomitee berechtigt und vom Bürgermeister mit dieser Aufgabe betraut wird, wenn sie die strafrechtliche Verantwortung übernimmt. Zudem wird die Möglichkeit vorgesehen, in allen Gemeinde die Unterschrift leisten zu können, nicht nur, wie jetzt im Landesgesetz 22/2018 vorgesehen, in der Wohnsitzgemeinde.

zu 4.) Im genannten Urteil der UN-Menschenrechtskommission wird überdies verlangt, dass eine ausreichende Information der Bevölkerung über die Nutzung der direktdemokratischen Instrumente und über die Möglichkeit, Initiativen zu unterstützen, erfolgt. Entsprechend schlagen wir im vorliegenden Gesetzentwurf die institutionelle Pflicht vor, die Einreichung eines Antrages auf Volksbegehren oder einer Volksinitiative, öffentlich bekannt zu machen.

 

WAS ICH TUN KANN

 
  • Vor allem bitte die zwei Volksbegehren innerhalb September unterschreiben. Eine von den Behinderungen, die wir beseitigen wollen ist, dass man dieses Mal nur auf der eigenen Gemeinde unterschreiben kann. Für das Referendum war es letztes Jahr möglich, auch in einer anderen als der Wohnsitz-Gemeinde zu unterschreiben. Das ist eine der Behinderung, die wir beseitigt haben wollen.

  • Bitte sprich mit möglichst vielen Menschen in Deinem Umfeld darüber und lade sie ein, ebenfalls zu unterschreiben.

  • Wenn es irgendwie möglich ist, dann unterstütze uns bitte auch finanziell.
    Wenn viele auch nur kleine Beträge spenden, dann schaffen wir es, den derzeitigen finanziellen Engpass zu überwinden.
    Wir müssen es schaffen, die uns auferlegten fünfstelligen Prozesskosten der Landesverwaltung zu bewältigen. 
    Hier der Link zu den Daten für eine Überweisung. Herzlichen Dank!

INFOMATERIAL

 

IN DEN MEDIEN

 

 DOKUMENTE

  Aktionen

Vorstellung der Volksbegehren am 29. Juli vor dem Südtiroler Landtag
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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